Wenn wir Weihnachten in Schweden feiern…

© Helena Wahlmann

… dann ist das ein ganz bisschen anders als in Deutschland. Taucht mit uns ein in die Welt zwischen Lucia, Glögg und Jultomte!

Plätzchen? Wir nehmen Lucia-Kätzchen!

Anders ist zum Beispiel: Wir backen nicht die vielen verschiedenen Plätzchen wie Vanillekipferl, Makronen, Ausstechplätzchen, Spritzgebäck, Zimtsterne. Wir in Schweden lieben Pepparkakor (Pfefferkuchen) und vor allem unser geliebtes Lucia Gebäck „Lussekatter“ , wörtlich übersetzt „Lucia-Katzen“. Dieses safran-gelbe Hefegebäck gibt es zum großen Luciafest am 13. Dezember – und übrigens sehr gern zusammen mit einem herrlich heißen Punsch.

Lichterfest zur Heiligen Lucia

Lucia spielt in der Adventszeit überhaupt eine herausragende Rolle. Am 13. Dezember feiern wir das Fest der Heiligen Lucia und erleben dabei, wie in viele dunkle Orte, in Kirchen und Wohnungen die weiß gewandete Lichterkönigin einzieht. Gefolgt wird sie vom Luciazug bestehend aus den Tärnor und Stjärngossar, also Jungen und Mädchen, die in der Regel wunderbar singen und eine wohlige Atmosphäre verbreiten. Man sollte unbedingt die Gelegenheit wahrnehmen, einmal an so einem Lucia Fest teilzunehmen.

Süßes in allen Formen!

Wenn auch nicht gebacken wird, so stellen wir doch jede Menge Süßigkeiten für Weihnachten selbst her. Zum Beispiel „Knäck“ in den Geschmackssorten Lakritz, Pistazien, Zitrone, türkischem Pfeffer oder auch mit Polkargrisar (Schokoladenplätzchen mit Zuckerstange). Ganz groß im Kurs steht auch der „Juleskum“ = Marshmallows in Weihnachtsmann-Form.

Julbord, dass sich die Balken biegen

Aber wir essen gern auch deftig: Das Julbord ist unser traditionelles Weihnachtsbuffet. Alle Restaurants bieten es in den Wochen vor Weihnachten an und sogar viele Firmen gehen mit Ihren Belegschaften dort zur Weihnachtsfeier. Da gibt es traditionell eingelegten Hering, Lachs, Krabben, Aal, Wurstaufschnitt, Roastbeef, Pastete, Köttbullar, Prinskorv, Jansons Frestelse, Julskinka, Rote Beete, Käse (wir Lieben Stilton!), süße Desserts, Nüsse, Kartoffeln, Knäckebrot, Baguette.

Unser Krippenspiel findet übrigens immer vormittags statt. Da hat man den ganzen Tag noch Zeit, um sich an Heiligabend auf Weihnachten einzustimmen – und Zeit für die Geschenke, die bei uns „Julklapp“ heißen – die der „Jultomte“ uns bringt und die unter der Julgran liegen.

Mit dem Glögg im Becher auf dem Sofa “Jul mit Ernst” gucken

Im Fernsehen läuft „Jul mit Ernst“ und gerne gibt es immer wieder Glögg mit leckeren Naschereien. Den bekommt der deutsche Schwedenfan natürlich bei IKEA – wer ihn original zubereitet, macht ihn mit Mandeln und Rosinen. Und wer nicht auf Massenprodukte steht, kann Glögg natürlich auch selber machen – fragt uns nach einem Rezept!

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