How to Feedback – Gutes noch besser machen!

Die Bewertung einer Freizeit oder einer Aktion ist eine sehr sensible Angelegenheit – Wenn Menschen eine gemeinsame Aktion planen, steckt dort viel Herzblut und Mühe drin. Wenn das  von anderen Personen beurteilt wird, kann es für beide Seiten eine Herausforderung sein.

Schnell passiert es, dass Kritik an der Sache persönlich genommen wird oder man sich nicht traut, Kritik anzubringen, um niemandem zu nahezutreten.

Ich möchte euch heute das „Feedback“ näherbringen. Hierfür habe ich ein paar Grundregeln im Gepäck und zusätzlich einige Feedback-Methoden, um auch kreativ damit arbeiten zu können.

Aber beginnen wir mal mit den Grundlagen.

Was ist eigentlich Feedback?

Feedback oder auch Reflexion ist die Betrachtung und Beurteilung einer vergangenen Aktion. Durch diesen Vorgang sollen besonders gut gelungene Parts beibehalten werden und Schwachstellen in Zukunft vermieden werden. Ein gutes Beispiel ist ein Spieleabend auf einer Jugendfreizeit: Tina und Max haben den Spieleabend vorbereitet. Abends sitzt das Team dann zusammen und gibt den beiden Feedback für den Programmpunkt. Hier sind ein paar wichtige Regeln zu beachten:

  1. Feedback ist immer subjektiv. Deshalb sprich bitte auch aus der Ich-Perspektive, anstatt zu verallgemeinern: „Ich fand, dass die Pause zu kurz war“ anstatt „Die Pause war zu kurz“. Es kann gut sein, dass andere aus der Gruppe die Pause genau richtig oder zu lang fanden.
  2. Beginne immer mit dem positiven Feedback. Oft wird beim Feedback direkt auf negative Eindrücke hingewiesen. Es ist wichtig, auch auf die Parts aufmerksam zu machen, die richtig gut gelaufen sind. Das macht allen gute Laune!
  3. Formuliere negative Kritik nicht persönlich. Es soll ein Programmpunkt gefeedbackt werden und nicht die Personen, die ihn vorbereitet haben. Achte also darauf, dass du nicht persönlich angreifend wirst, wenn du dein Feedback abgibst.
  4. Rechtfertige dich nicht. Dieser Tipp geht an beide Seiten. Als Mensch, der Feedback gibt, brauchst du dich nicht für deine subjektive Einschätzung rechtfertigen. Und auch für die Personen, die den gefeedbackten Programmpunkt vorbereitet haben, ist es wichtig, dass sie sich nicht rechtfertigen. Das ist meistens schwierig, aber sehr wichtig.

Richtig Feedbacken mit den richten Methoden

  1. Gut – Schlecht – Weg

Hierbei sagt nacheinander jede Person eine Sache, die sie gut fand, eine Sache, die sie schlecht fand und danach „Weg“ – was bedeutet, dass die nächste Person an der Reihe ist. Diese Methode ist gut geeignet, wenn nicht viel Zeit vorhanden ist und wenn die Gruppe sich gut kennt.

  1. Sandwich

Beim Sandwich-Feedback wird zuerst ein positiver Punkt genannt, dann ein negativer und dann wieder ein positiver. So wird die Kritik wie eine Scheibe Käse auf einem Sandwich von zwei guten Punkten umgeben und es entsteht insgesamt ein positives Gefühl, durch das das negative Feedback besser aufgenommen werden kann.

  1. Fünf-Finger-Feedback

Jeder Finger einer Hand hat hier eine Bedeutung:

Der Daumen steht für „Das fand ich gut“.
Der Zeigefinger steht für „Darauf möchte ich hinweisen“.
Der Mittelfinger steht für „Das hat mir gestunken.“
Der Ringfinger steht für „Das nehme ich mit.“
Der kleine Finger steht für „Das kam für mich zu kurz.“

Jede Person aus der Gruppe kann nun zu jedem Finger eine Sache sagen. In großen Gruppen ist es oft sinnvoll, dass jede*r sich drei Finger aussucht und nicht zu jedem etwas sagt. Die Bedeutungen sind bewusst etwas offener gehalten, damit das Feedback vielfältig wird. Mit dieser Methode wird eine Aktion aus vielen Blickwinkeln betrachtet und eignet sich sehr gut für ein ausführliches Feedback.

Es gibt noch viele weitere Methoden für Feedback und vielleicht fällt eurer Gruppe mit diesen Grundlagen noch eine weitere Methode ein.

Wir hoffen sehr, dass ihr nun gut ausgerüstet in die Nachbereitung eurer Kinder- oder Jugendfreizeit gehen könnt und das Feedback zeitgleich auch als Vorbereitung nutzen könnt!

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